Füllstauden und Bodendecker sind das Fundament einer pflegeleichten Pflanzung. Sie schließen den Boden, unterdrücken Unkraut und geben der Pflanzung Ruhe. Bei der Auswahl der richtigen Arten ist es wichtig, sowohl die Standortbedingungen als auch die gewünschten Farb- und Blühzeiten zu berücksichtigen. Für sonnige Bereiche sind Geranium sanguineum (Blutroter Storchschnabel, 20–30 cm) und Nepeta x faassenii (Katzenminze, 30–40 cm, duftend) ausgezeichnete Optionen. Beide Pflanzen blühen im späten Frühling bis zum frühen Herbst und ziehen zahlreiche Insekten an, was sie ideal für bienenfreundliche Gärten macht. Thymus (Thymian, 5–15 cm, aromatisch) ist nicht nur ein hervorragender Bodendecker, sondern auch eine geschmackvolle Ergänzung in der Küche und blüht von Juni bis August. Sedum (Fetthenne, 10–60 cm, für Trockenmauern) ist eine pflegeleichte Wahl für trockene Standorte und zeigt seine Blütenpracht im Spätsommer. Waldsteinia (5–15 cm, immergrün) hingegen ist eine gute Wahl für schattige Stellen und blüht im frühen Frühling.
Für schattige oder halbschattige Bereiche eignen sich Epimedium (Elfenblume, 20–30 cm, sehr robust, auch trocken) und Vinca minor (Kleines Immergrün, 10–20 cm), die beide den Boden schnell schließen und eine attraktive Blütenfarbe im Frühling bieten. Alchemilla mollis (Frauenmantel, 30–40 cm) ist eine vielseitige Pflanze, die sowohl in Sonne als auch im Schatten gedeiht und mit ihren gefransten Blättern und gelbgrünen Blüten ein schöner Bodendecker ist. Pachysandra terminalis (Ysander, 20–30 cm) und Lamium maculatum (Goldnessel, 15–20 cm) sind weitere hervorragende Optionen für schattige Bereiche, wobei die Goldnessel mit ihren bunten Blättern auch im Winter einen schönen Akzent setzt.
Der Pflanzabstand für Bodendecker sollte zwischen 6 und 9 Stück pro Quadratmeter liegen, abhängig von der Art. Im ersten Jahr ist eine regelmäßige Bewässerung notwendig, um die Pflanzen zum Wachsen zu bringen und den Boden schnell zu schließen. Sobald die Fläche gut bewachsen ist, benötigen die meisten Bodendecker nur noch wenig Pflege. Für sehr trockene, sandige Böden ohne ausreichende Bewässerung ist es ratsam, stattdessen Kies-Mulch zu verwenden, um die Verdunstung zu reduzieren und den Boden kühl zu halten.
Saisonale Aspekte sollten ebenfalls in die Planung einbezogen werden. So blüht beispielsweise der Blutrote Storchschnabel von Mai bis Juni und sorgt für einen lebhaften Farbwechsel im Garten, während die Katzenminze bis in den Herbst hinein blüht. Ein praktischer Tipp für Hobbygärtner ist, beim Pflanzen die verschiedenen Blühzeiten zu kombinieren, um das ganze Jahr über einen attraktiven Anblick zu gewährleisten. Durch die geschickte Auswahl und Anordnung der Pflanzen können Sie nicht nur eine pflegeleichte, sondern auch eine ästhetisch ansprechende Gartenlandschaft schaffen.
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