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Stauden vermehren — Teilen, Aussaat und Stecklinge leicht gemacht

📖 2 Min. Lesezeit · Staudenplan.de Redaktion · 2026-06-05

Stauden sind die heimlichen Stars im Garten: Sie blühen jedes Jahr aufs Neue, sind pflegeleicht und bieten eine enorme Vielfalt an Farben und Formen. Doch wie kann man die Pracht der Stauden vermehren und den Garten noch üppiger gestalten? Die Vermehrung von Stauden ist einfacher, als viele denken, und bietet eine wunderbare Möglichkeit, die Lieblingspflanzen zu vervielfältigen. Ob durch Teilen, Aussaat oder das Ziehen von Stecklingen – jede Methode hat ihre eigenen Vorteile und kann mit ein wenig Geschick erfolgreich umgesetzt werden.

Das Teilen von Stauden ist eine der einfachsten und effektivsten Methoden, um Pflanzen zu vermehren. Besonders geeignet sind dafür Stauden, die bereits einige Jahre an ihrem Standort stehen, wie zum Beispiel der Sonnenhut oder die Schafgarbe. Im Frühjahr oder Herbst ist der ideale Zeitpunkt, um die Stauden mit einem Spaten auszugraben und den Wurzelballen vorsichtig in mehrere Teile zu zerlegen. Jeder Teil sollte über ausreichend Wurzeln und Triebe verfügen, um gut anwachsen zu können. Nach dem Teilen werden die neuen Pflanzen an ihrem neuen Standort eingepflanzt und gut angegossen. Diese Methode belebt nicht nur alte Pflanzen, sondern sorgt auch für eine bessere Blühfreudigkeit.

Die Aussaat von Stauden ist eine weitere Möglichkeit, um neue Pflanzen zu gewinnen. Besonders bei Stauden, die sich aus Samen gut vermehren lassen, wie der Fingerhut oder die Lupine, ist diese Methode beliebt. Die Samen können entweder direkt ins Beet gesät werden oder in Anzuchtschalen vorgezogen werden. Wichtig ist, dass die Samen nicht zu tief in die Erde gelangen und gleichmäßig feucht gehalten werden. Bei der Aussaat im Freien empfiehlt es sich, den Boden vorher gut aufzulockern und mit etwas Kompost zu verbessern. Geduld ist gefragt, denn manche Stauden benötigen eine Kälteperiode, um zu keimen. Mit etwas Geduld und den richtigen Bedingungen belohnen sie aber mit kräftigen Jungpflanzen.

Stecklinge sind eine schnelle und unkomplizierte Methode, um Stauden zu vermehren. Besonders bei Stauden wie dem Salbei oder der Katzenminze lassen sich Stecklinge leicht ziehen. Im Sommer, wenn die Pflanzen kräftig wachsen, schneidet man etwa 10 cm lange, nicht blühende Triebe ab. Die unteren Blätter werden entfernt und der Steckling in Anzuchterde gesteckt. Ein kleines Gewächshaus oder eine Abdeckung aus Folie kann helfen, die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten und das Anwurzeln zu beschleunigen. Nach einigen Wochen sollten sich die ersten Wurzeln gebildet haben, und die jungen Pflanzen können an ihren endgültigen Standort umziehen.

Für Hobbygärtner, die ihren Garten mit einer vielfältigen Staudenpracht bereichern möchten, bieten sich also zahlreiche Möglichkeiten zur Vermehrung. Jede Methode hat ihre eigenen Herausforderungen und erfordert ein wenig Geduld und Sorgfalt. Doch die Freude über die selbst vermehrten Pflanzen und die Vielfalt im eigenen Garten entschädigt für den Aufwand.

Tipp: Experimentiere mit verschiedenen Vermehrungsmethoden und beobachte, welche Stauden sich besonders gut vermehren lassen. So kannst du nicht nur deinen Garten bereichern, sondern auch Freunden und Nachbarn eine Freude machen, indem du deine selbst gezogenen Pflanzen weitergibst.

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🌿 Im Artikel erwähnte Stauden

Schafgarbe
Schafgarbe
Achillea millefolium
Lupine
Lupine
Lupinus polyphyllus
Lein
Lein
Linum perenne
Katzenminze
Katzenminze
Nepeta faassenii

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