Gräser-dominierte Pflanzungen erfreuen sich in der Gartenlandschaft immer größerer Beliebtheit, und das nach dem bewährten Prinzip von Karl Foerster. Dabei stehen die Gräser als Hauptdarsteller im Mittelpunkt und schaffen durch ihre unterschiedlichen Höhen und Texturen eine spannende und dynamische Gestaltung. Zu den Leitgräsern zählt Calamagrostis x acutiflora 'Karl Foerster', das mit einer Wuchshöhe von 120–150 cm aufrecht wächst und bereits im Mai zu blühen beginnt. Dieses Hochgras ist eine der ersten Blütenpflanzen im Garten und verleiht dem Beet einen eleganten Auftakt in die Gartensaison. Ein weiteres eindrucksvolles Leitgras ist Miscanthus sinensis, das mit einer Höhe von 200–250 cm als großer Solitär fungiert und insbesondere im Herbst eine beeindruckende Silhouette bietet, wenn die Blütenstände in sanften, silbernen Tönen leuchten.
Für die Mittelgräser eignen sich Pennisetum alopecuroides 'Hameln' (60–80 cm) mit seinen charakteristischen, federnden Herbstfahnen, und Deschampsia cespitosa 'Goldtau' (80 cm), das mit seinem goldschimmernden Erscheinungsbild den Garten in der späten Saison bereichert. Diese Gräser bringen Bewegung und Leichtigkeit in die Pflanzung und sind hervorragende Lebensräume für Insekten. Als Niedrigrasen bieten sich Stipa tenuissima (40 cm) an, dessen filigrane Blätter im Wind wie ein sanfter Schleier tanzen, sowie Festuca glauca (25 cm), deren stahlblauen Halme einen tollen Kontrast zu den grüneren Pflanzen bilden.
Um eine harmonische Gräserkombination zu erreichen, empfiehlt es sich, etwa 60 % Gräser und 40 % Begleitstauden zu pflanzen. Echinacea purpurea, Rudbeckia fulgida und Sedum spectabile sind ausgezeichnete Partner, die die Gräser ergänzen, ohne sie zu dominieren. Diese Stauden blühen in unterschiedlichen Phasen und sorgen dafür, dass der Garten über die gesamte Saison hinweg attraktiv bleibt. Während die Echinaceen von Juli bis September blühen, zeigen die Rudbeckien ihre leuchtenden Blüten von August bis Oktober, während Sedum erst im Spätsommer zur Hochform aufläuft.
Ein wichtiger Pflegehinweis ist der Rückschnitt der Gräser, der im Februar oder März durchgeführt werden sollte. Dabei ist es ratsam, alle Gräser bodennah zurückzuschneiden, um Platz für frisches Wachstum zu schaffen. Bei sommergrünen Gräsern wie Pennisetum und Panicum sollte man darauf achten, nicht zu früh zu schneiden, da sie Wärme benötigen, um gut auszutreiben.
Ein praktischer Tipp für Hobbygärtner ist, die Gräser in Gruppen zu pflanzen, um ihre Wirkung zu verstärken und eine natürliche Anordnung zu schaffen. Indem Sie verschiedene Arten und Höhen kombinieren, erzielen Sie sowohl visuelle Tiefe als auch ein ansprechendes Klangspiel, wenn der Wind durch die Halme weht. So verwandeln Sie Ihren Garten in einen lebendigen Raum, der das ganze Jahr über Freude bereitet.
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