Die bekannteste Kombination aus dem Werk von Piet Oudolf für naturnahe Präriebeete ist ein wahres Fest für die Sinne und bietet ganzjährig einen beeindruckenden Anblick. Im Zentrum steht das aufrechte Leitgras Calamagrostis x acutiflora (Reitgras, 120 cm), das mit seiner eleganten Wuchsform und dem hohen, schmalen Blätterkleid die anderen Pflanzen umrahmt. Diese Kombination umfasst auch Echinacea purpurea (Sonnenhut, 80 cm), die in ihren wunderschönen Rosa- und Purpur-Tönen von Juli bis Oktober blüht und Bienen sowie Schmetterlinge anlockt. Ergänzt wird das Ensemble durch Rudbeckia fulgida (Schwarzäugige Susanne, 70 cm) in einem strahlenden Gelb, das ebenfalls von Juli bis Oktober blüht und mit seiner leuchtenden Farbe Akzente setzt. Helenium (Sonnenbraut, 80–100 cm) bringt mit seinen orange-roten Blüten eine warme Farbnuance ins Beet und blüht von August bis Oktober. Den herbstlichen Höhepunkt bildet das Sedum telephium 'Herbstfreude' (60 cm), dessen fleischige Blätter und dichten Blütenstände im Spätsommer und Herbst eine attraktive Ergänzung bieten. Als Bodendecker empfiehlt sich Nepeta x faassenii (Katzenminze), die mit ihrem kompakten Wuchs und den lavendelfarbenen Blüten von Juni bis September excellent den Boden bedeckt und somit Unkraut unterdrückt.
Für eine harmonische Gestaltung dieses Beetes ist es wichtig, die Pflanzen in Gruppen zu setzen, um eine natürliche Wirkung zu erzielen. Achten Sie darauf, dass die höheren Pflanzen wie das Reitgras im Hintergrund oder in der Mitte stehen, während die niedrigeren Pflanzen wie die Katzenminze nach vorne gepflanzt werden. Diese Kombination blüht von Juli bis Oktober und bietet auch in den Wintermonaten einen faszinierenden Anblick mit ihren filigranen Samenständen, die den Vögeln als Nahrungsquelle dienen und gleichzeitig die Insektenüberwinterung unterstützen.
Die Pflege dieser Kombination ist relativ unkompliziert. Sorgen Sie für einen sonnigen Standort mit normal bis wechselfeuchtem Boden. In trockenen Sommern sollten Sie die Pflanzen regelmäßig gießen, um deren Blühfreudigkeit zu fördern. Das Reitgras benötigt im Frühling einen Rückschnitt, während die Stauden wie Echinacea und Rudbeckia im Spätherbst oder frühen Frühjahr zurückgeschnitten werden sollten, um die neue Blütenpracht im kommenden Jahr zu fördern. Ein guter Tipp ist, die verblühten Blütenstände im Winter stehen zu lassen, da sie nicht nur dekorativ sind, sondern auch wertvolle Lebensräume für verschiedene Tierarten bieten.
Für eine Fläche von 10 m² sollten Sie die Pflanzen in den folgenden Mengen setzen: 3 Calamagrostis, 7 Echinacea, 7 Rudbeckia, 5 Helenium, 5 Sedum und 9 Nepeta. Diese Kombination ist nicht nur optisch ansprechend, sondern auch ein Lebensraum für viele nützliche Insekten und ein Beispiel für die Schönheit und Vielfalt der Präriepflanzen.
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