Ein professionell geplantes Staudenbeet blüht von März bis November ohne Lücken. Im Frühjahr, von März bis April, setzen die ersten Farbtupfer die Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris), die Elfenblume (Epimedium), die Bergenie (Bergenia cordifolia), frühe Primeln (Primula veris) und Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) in Szene. Ergänzt werden sie von Zwiebelblühern, die noch vor allen Stauden Farbe bringen: Krokus (Crocus spp.) und Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) eröffnen die Saison, Narzissen (Narcissus spp.) und Traubenhyazinthen (Muscari armeniacum) verlängern diese erste Blütenwelle bis in den späten Frühling hinein. Diese Pflanzen sind nicht nur schön, sondern auch pflegeleicht und ziehen mit ihrem Nektar viele nützliche Insekten an. Achten Sie darauf, die Stauden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort zu pflanzen und den Boden gut durchlässig zu halten, damit Staunässe vermieden wird.
Im Frühsommer, von Mai bis Juni, blühen Akelei (Aquilegia), Pfingstrose (Paeonia), der frühe Storchschnabel (Geranium maculatum), Salbei (Salvia nemorosa), Katzenminze (Nepeta) und Iris (Iris germanica). Diese Stauden bringen Farbe und Struktur in das Beet. Besonders die Pfingstrose ist ein Highlight und benötigt einen Standort mit viel Sonne und gutem Wasserabzug. Sorgen Sie dafür, dass die Pflanzen ausreichend Platz haben, um sich optimal zu entfalten. Ein Mulch aus Rinden oder Stroh kann helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und Unkraut zu unterdrücken.
Der Hochsommer, von Juli bis August, bringt mit Rittersporn (Delphinium), Phlox (Phlox paniculata), Echinacea (Echinacea purpurea), Helenium (Helenium autumnale), Rudbeckia (Rudbeckia hirta), Fackellilie (Kniphofia) und Agastache (Agastache rugosa) eine zweite Blütenpracht. Dazu treten die Prachtkerze (Gaura lindheimeri), die mit ihrer langen Blütezeit besticht, und der Lavendel (Lavandula angustifolia), der mit Duft und Farbe zahlreiche Insekten anzieht. Diese Arten sind nicht nur schön, sondern auch widerstandsfähig gegen Trockenheit. Zur Pflege gehört das regelmäßige Gießen in trockenen Perioden, während ein Rückschnitt der verblühten Blüten das Nachblühen fördert. Besonders die Katzenminze, die im späten Frühling blüht, kann nach dem Rückschnitt im Sommer erneut blühen und so die Lücken im Juli füllen.
Spätsommer und Herbst, von September bis Oktober, werden von der Herbst-Anemone (Anemone hupehensis), spätblühendem Helenium, Aster (Aster novi-belgii), Sedum (Sedum spectabile) und Persicaria (Persicaria amplexicaulis) dominiert. Chrysanthemen (Chrysanthemum indicum) setzen weitere leuchtende Farbtupfer, und der Eisenhut (Aconitum napellus) zieht die Blühsaison bis in den späten Herbst. Diese Pflanzen bringen den Herbst in Ihr Beet und bieten bis zum ersten Frost eine blühende Pracht. Achten Sie darauf, die Stauden nach der Blüte zurückzuschneiden, um die Pflanzen für das nächste Jahr zu stärken. Gräser und Strukturpflanzen, wie beispielsweise das Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides), überbrücken blütenarme Phasen mit attraktivem Laub und bewegen sich filigran im Wind; das Purpurglöckchen (Heuchera) steuert mit seinen intensiven Herbstfarben zusätzliche Reize bei.
Damit die Abfolge nicht abrupt endet, lohnt sich ein Blick auf den Winter. Jetzt trägt Struktur das Beet, nicht mehr die Blüte. Storchschnabel (Geranium) und Frauenmantel (Alchemilla mollis) behalten oft ihre Blätter und schützen den Boden. Die Samenstände von Sonnenhut und Ziergräsern wie dem Chinaschilf (Miscanthus sinensis) bleiben attraktiv und bieten Vögeln Nahrung, weshalb Sie sie über den Winter stehen lassen sollten. Immergrüne Stauden wie die Bergenie (Bergenia cordifolia) sorgen für Farbe in der kalten Jahreszeit und leiten im März nahtlos zurück zum Beginn der Blütenfolge.
Beim Planen gilt: Für jeden Zeitraum mindestens 2–3 blühende Arten einplanen, um eine durchgehende Blütenfolge zu garantieren. Lücken entstehen meist im Juli, nach den Frühsommerblühern und vor den Hochsommerblühern. Hier helfen Katzenminze, Rückschnitt der Pflanzen zur Förderung der Nachblüte, Taglilien (Hemerocallis) und frühe Rudbeckia. Wählen Sie außerdem Pflanzen, die den Licht- und Bodenverhältnissen Ihres Standorts entsprechen — eine Art, die am falschen Platz kümmert, reißt genau die Lücke, die Sie schließen wollten. Ein abschließender praktischer Tipp: Achten Sie auf die Höhen der Stauden, um eine harmonische Wirkung zu erzielen. Höhere Pflanzen sollten im Hintergrund und niedrigere im Vordergrund stehen. Kombiniert man so unterschiedliche Blühzeiten, Höhen und Texturen, entsteht ein Beet, das nicht nur das ganze Jahr über ansprechend aussieht, sondern auch die Vielfalt an Insekten und Vögeln im Garten fördert.
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