Professionelle Staudenpflanzungen folgen dem Drei-Schichten-Prinzip, das für eine harmonische und vielseitige Gestaltung sorgt. Die erste Schicht besteht aus den Leitstauden, die 15 bis 20 Prozent der Pflanzenzahl ausmachen. Diese hohen, auffälligen Arten sind die "Stars" der Pflanzung und verleihen dem Beet Struktur und Charakter. Zu den beliebten Leitstauden zählen der Rittersporn (Delphinium), der mit seinen hohen, aufrechten Blütenständen in Blau, Weiß oder Lila begeistert, der Phlox (Phlox paniculata), dessen farbenfrohe Blüten im Sommer für lebhafte Akzente sorgen, sowie die Echinacea (Echinacea purpurea), die mit ihren strahlenden, purpurfarbenen Blüten und ihrer Robustheit besticht. Helenium (Helenium autumnale) und Rudbeckia (Rudbeckia hirta) sind ebenfalls hervorragende Beispiele, die bis in den Herbst hinein blühen und somit eine lange Blütezeit bieten.
In der zweiten Schicht, den Begleitstauden, die 50 bis 60 Prozent der Pflanzenzahl ausmachen, finden wir mittelhohe Arten, die die Leitstauden ergänzen, Lücken füllen und für einen harmonischen Übergang sorgen. Salbei (Salvia nemorosa), mit seinen violetten Blüten, ist eine hervorragende Wahl, die nicht nur schön aussieht, sondern auch Bienen anzieht. Katzenminze (Nepeta) ist eine pflegeleichte Pflanze, die mit ihren blauen Blüten und dem aromatischen Duft begeistert, während das Geranium (Geranium sanguineum) mit seinen filigranen Blüten einen farbenfrohen Kontrast bietet. Astilbe (Astilbe) bringt mit ihren federartigen Blüten in verschiedenen Farben einen romantischen Touch und eignet sich besonders gut für schattigere Standorte. Heuchera (Heuchera) mit ihren bunten Blattfarben sorgt für zusätzliche Farbtupfer, selbst wenn die Blütezeit vorbei ist.
Die dritte Schicht besteht aus Bodendeckern und Füllstauden, die 25 bis 35 Prozent der Pflanzenzahl ausmachen. Diese niedrigen, flächig wachsenden Arten sind ideal, um den Boden zu bedecken, Unkraut zu unterdrücken und die Fläche vollständig zu schließen. Storchschnabel-Niedrigformen (Geranium macrorrhizum) sind besonders robust und pflegeleicht, während die Elfenblume (Epimedium) mit ihren zarten Blüten und dem schattentoleranten Wachstum überzeugt. Die Waldsteinie (Waldsteinia ternata) bildet dichte Teppiche und ist ideal für schattige Bereiche. Immergrün (Vinca minor) sorgt mit seinen leuchtend blauen Blüten für Farbtupfer im Frühjahr, und Thymian (Thymus) ist nicht nur dekorativ, sondern auch ein nützlicher Küchenkräuter. Frauenmantel (Alchemilla mollis) besticht durch seine auffälligen Blätter und eignet sich hervorragend als Begleitpflanze.
Bei der Gestaltung ist es wichtig, auf die Blühzeiten der Pflanzen zu achten, um eine kontinuierliche Blüte über die Saison hinweg zu gewährleisten. Während die frühblühenden Arten wie der Salbei und die Astilbe im späten Frühling und Frühsommer für Farbe sorgen, übernehmen im Hochsommer die Leitstauden wie der Phlox und die Echinacea das Ruder. Für den Herbst bieten Helenium und Rudbeckia einen farbenfrohen Abschluss der Blütezeit.
Ein praktischer Tipp für Hobbygärtner: Achten Sie darauf, bei der Pflanzung ausreichend Platz zwischen den Pflanzen zu lassen, damit sich die Wurzeln gut entwickeln können und die Pflanzen genügend Licht erhalten. Regelmäßiges Gießen und das Mulchen mit organischem Material helfen, die Feuchtigkeit zu halten und Unkrautwachstum zu unterdrücken. Mit dem Drei-Schichten-Prinzip schaffen Sie ein ansprechendes, lebendiges Beet, das das ganze Jahr über Freude bereitet.
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